Ein attraktiver, chancenreicher Wirtschaftsstandort
Ein attraktiver, chancenreicher Wirtschaftsstandort
Matthias Strobel
Wenn Matthias Strobel Gäste aus aller Welt durch Magdeburg führt, herrscht allerorten große Begeisterung. „Erst neulich habe ich Geschäftsleuten aus Seoul in Südkorea meine Heimatstadt gezeigt und sie fanden es einfach fantastisch hier“, sagt der Technische Geschäftsleiter der SKET Verseilmaschinenbau GmbH in Magdeburg. „Gerade die Historie und alle damit verbundenen Sehenswürdigkeiten sind sehr interessant für Besucher. Ich merke in solchen Momenten immer, dass die Randbedingungen passen und wir attraktiver sind, als unser Ruf.“ Magdeburg sei eine weltoffene Stadt, in der die Menschen gern ankommen und sesshaft werden. „So erlebe ich das. Die Universität und die Hochschule sorgen automatisch für ein internationales Klima. Magdeburg punktet. Ganz klar. Ich empfinde den hiesigen Arbeitsmarkt als voller Chancen, wenn man sich integrieren möchte. Und das Umfeld macht schon viel her.“
Matthias Strobel erblickt in der Nähe der Elbestadt das Licht der Welt und geht in Magdeburg seine privaten und beruflichen Wege. „Ich habe im Jahr 2007 bei SKET Verseilmaschinenbau als Konstrukteur angefangen und bin 2016 in die Geschäftsleitung gewechselt.“ Seitdem verantwortet er alle technischen Prozesse in dem in seiner Art deutschlandweit einzigartigen Unternehmen, das am Standort Magdeburg knapp 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählt. „In unserer Niederlassung in China beschäftigen wir 25 Menschen“, erzählt Matthias Strobel. „Wir agieren fast ausschließlich auf internationalem Parkett. Unsere Exportquote liegt bei über 90 Prozent. Unsere Maschinensysteme für die Kabel- und Stahlseilherstellung gehen vor allem nach Europa, Asien, in den Nahen Osten und nach Nord- und Mittelamerika.“ Und wer in die ganze Welt liefert, der verschließt sich natürlich auch innerbetrieblich und personell nicht vor ihr. „Rund 15 Prozent unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht in Deutschland geboren. Wir benötigen gut ausgebildete Fachkräfte und haben die dafür benötigte Bildungslandschaft direkt vor Ort. Ich sage ganz klar: Wir müssen und wollen weltoffen sein, weil wir auf diese gut ausgebildeten und motivierten Menschen angewiesen sind.“
Fürs Erlernen der deutschen Sprache gibt es von SKET Verseilmaschinenbau jede benötigte Unterstützung. „Das muss schon gefördert werden. Intern sprechen wir nun mal deutsch und auch im Alltag ist das einfach wichtig.“ Wer sich als Firma beispielweise für die Vermittlung von Sprachkursen starkmacht, erhöht nach Überzeugung von Matthias Strobel das Interesse bei ausländischen Bewerberinnen und Bewerbern. „Gute deutsche Sprachkenntnisse verlangen wir einerseits als Arbeitgeber, andererseits macht es uns als Unternehmen einfach attraktiver.“ Ärgerlich sei zuweilen die Bürokratie. „Wenn man Menschen aus Drittländern, also aus Nicht-EU-Ländern, ins Team holen möchte, dann steht man als Unternehmen einem großen Verwaltungsaufwand gegenüber, der wirklich nicht so einfach zu bewerkstelligen ist.“ Der Druck aus der Wirtschaft in der Politik soll wachsen, um endlich „vereinfachte Maßnahmen“ zu gestalten, wäre sein Wunsch.
Magdeburg mit seiner zentralen Lage und der sehr guten Verkehrsinfrastruktur könne stolz auf einen „sehr guten“ Mittelstand sein. Auch SKET Verseilmaschinenbau bereichert den Wirtschaftsstandort aus Überzeugung. Es gehe in Zukunft darum, Produkte besser zu machen und einen technischen Vorteil zu generieren. „Und das tun wir in Magdeburg und sind damit sehr gut unterwegs. International als Botschafter für eine weltoffene Stadt und für Produkte „Made in Magdeburg“.