„Ankommen ist ein Prozess“
„Ankommen ist ein Prozess“
Preethi Chandrasekaran und Bernd Petermann
Preethi Chandrasekaran ist ein Mensch, über den ihr Chef sagt, sie ist „hochgradig intelligent“, was die gebürtige Inderin mit ihrem ansteckenden Lachen und dem Satz „Nee, ich bin nur neugierig“ kommentiert. Wahr ist alles. Preethi Chandrasekaran ist intelligent, neugierig, aufgeschlossen, motiviert und seit 2017 eine Magdeburgerin. Weil sie sich beruflich weiterentwickeln will, verlässt sie damals ihre indische Heimat und geht an die Otto-von-Guericke-Universität, um den Master-Studiengang Medical Systems Engineering zu absolvieren. Ein vielfältiges und anspruchsvolles Studium, das Medizintechnik, Elektrotechnik, Informationstechnik, Physik und Mathematik vereint und das Preethi Chandrasekaran erfolgreich beendet. „Als ich fertig war, bin ich in Magdeburg geblieben. Ich sah hier meine Gelegenheiten, denn wer bleibt und lernt, wird immer integriert“, ordnet Preethi Chandrasekaran ein, die 1994 in Süd-Indien geboren wurde. „Anfangs war alles eine große Herausforderung für mich, aber jetzt bin ich stabil. Ankommen ist ein Prozess.“
Teil dieses Prozesses ist es vor allem, die deutsche Sprache zu lernen, was Preethi Chandrasekaran auch dank ihres Lebenspartners und dessen Familie sehr gut gelingt. „Auch mein privates Umfeld hat mir geholfen, die Sprache, den Alltag und das Ankommen in Deutschland besser zu verstehen. Heute ist es mein Zuhause. Es beruht auf Sicherheit, Stabilität und Vertrauen.“ Auch Freunde, mit denen sie sich regelmäßig treffen, grillen oder Dartspielen, waren und sind für Preethi Chandrasekaran ein wichtiger Teil ihres Integrations- und Sprachlernprozesses. Und natürlich die Arbeit, über die sich die Inderin stark definiert. „Hier sein zu können, bedeutet Chancen zu nutzen. Dafür bin ich jeden Tag dankbar. Ich kann sagen, ich mache meinen Job. Immer.“ Nach ihrem Studium in Magdeburg arbeitet sie zunächst in Blankenburg, anschließend wechselt sie nach Halberstadt. „Ich bin jeden Tag von Magdeburg aus gependelt.“ Seit März 2026 hat die Pendelei ein Ende, denn für Preethi Chandrasekaran erfüllt sich ein riesengroßer Wunsch: Sie kann da arbeiten, wo sie wohnt. „Ich habe einen Job bei Symacon bekommen und alle sind so freundlich. Hier erlebe ich ein sehr wertschätzendes Miteinander. Das bedeutet mir viel.“
Die Symacon System + Service GmbH mit Sitz in Magdeburg betreibt in den Bereichen Maschinenbau, Automation und Intralogistik innovative Entwicklungsarbeit, um Produktionsprozesse zu optimieren und neuzugestalten. Bernd Petermann ist der Eigentümer und Geschäftsführer und kann sich gut in den Integrationsprozess seiner Mitarbeiterin hineinversetzen. „Ich habe selbst viele Jahre im Ausland verbracht, unter anderem in Kanada. Ich weiß, wie sich das anfühlt.“ Preethi Chandrasekaran sei für das international tätige Unternehmen eine große Bereicherung, betont Bernd Petermann. „Ihre ganze Mentalität passt einfach zu uns. Ihre Detailliebe und die sehr, sehr guten Englischkenntnisse bereichern uns in der Arbeit und in der Kommunikation mit Kunden in aller Welt.“ Ganz am Anfang hatte sie ihn gefragt, was er von ihr in den ersten vier Wochen erwarte, berichtet der Unternehmer. „Da habe ich zu ihr gesagt: Ankommen. Der Rest kommt von allein.“
Integration bedeutet für ihn, sich bewusst zu öffnen - aber auch Leistung zu bringen, um Anerkennung und Vertrauen zu erfahren.
Eine weltoffene, zugewandte Stadt ist eine wichtige Voraussetzung - Magdeburg habe diesbezüglich schon etwas geleistet aber auch noch einen Weg vor sich, sagt Bernd Petermann. „Mit dem Druck von Intel wäre das noch schneller gegangen, doch die Entwicklungen sind nicht aufzuhalten.“ Magdeburg wird jeden Tag weltoffener und schöner.