„Meine Jungs haben längst ein FCM-Shirt im Schrank“
„Meine Jungs haben längst ein FCM-Shirt im Schrank“
Prof. Dr. med. Dimitrios Mougiakakos
Der Weg des Prof. Dr. med. Dimitrios Mougiakakos aus seiner Geburtsstadt Hannover in die sachsen-anhaltische Landeshauptstadt war kein direkter. In der Manier eines wissbegierigen Mediziners und Forschers liegen auf diesem Weg mehrere Stationen, etwa Freiburg in Baden-Württemberg, Regensburg in Bayern, die University of Pennsylvania in Philadelphia sowie das renommierte Karolinska-Institut bei Stockholm in Schweden. „Ich durfte in meiner Laufbahn viele Länder und Regionen kennenlernen - das war ein großes Privileg. Jede Station hat mich fachlich und persönlich geprägt und meinen Blick auf Medizin und Wissenschaft erweitert.“, erzählt Dimitrios Mougiakakos, dessen Eltern in den 1970er Jahren aus Griechenland nach Deutschland gekommen und Anfang der 2000er-Jahre zurückgekehrt sind. „Es gab für mich die klassische Laufbahn. Nach dem Studium in Hannover wurde ich Assistenzarzt, Facharzt, Habilitation, Oberarzt, geschäftsführender Oberarzt und Professor für Tumorimmunologie.“
Im Jahr 2021 erhielt er den Ruf von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, dem er im November desselben Jahres folgte. Seitdem leitet Dimitrios Mougiakakos die Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie, Zell- und Strahlentherapie und blickt jeden Tag voller Zufriedenheit aus den Fenstern seiner Wohnung im Domviertel auf das ehrwürdige Wahrzeichen der Stadt. „Magdeburg ist toll und da bin ich mir mit meiner persönlichen Einschätzung sehr sicher“, zieht der Klinikdirektor ein äußerst zufriedenes Zwischenfazit. „Und ich kann da wirklich Vergleiche ziehen. Es ist ein Zuhause.“
Magdeburg ist für Dimitrios Mougiakakos wie eine weiße Leinwand, die er noch gestalten kann – vor allem beruflich. „Sachsen-Anhalt gehört seit Jahren zu den Bundesländern mit der höchsten Krebssterblichkeit. Es gibt sehr viel zu tun und ich möchte hier etwas leisten und verändern“, beschreibt der Mediziner seine Motivation. „Ich habe 2021 eine Herausforderung angenommen und es läuft besser, als ich es mir vorgestellt habe. Wir diagnostizieren und behandeln bei uns in der Klinik Erkrankungen des blutbildenden Systems und bösartige Tumore. Das ist unser Schwerpunkt. Ich habe ein internationales Team hinter mir und hatte von Anfang an eine positive Energie im Rücken.“ Die medizinische Forschung in Magdeburg, die der dreifache Familienvater durchaus als sein Hobby bezeichnet, sei international sichtbar und sehr geachtet. Auf seinen zahlreichen Dienstreisen trägt Dimitrios Mougiakakos den Namen seiner neuen Heimatstadt in die Welt hinaus. „Die Entwicklung ist sehr dynamisch. Erst Anfang 2026 hat die Universitätsmedizin das Magdeburger Zentrum für Zell- und Immuntherapie gegründet, wo sich das Know-how für die Erforschung, Entwicklung und Anwendung innovativer Zell- und Immuntherapien gegen Krebs, Autoimmun und Infektionskrankheiten bündelt.“ Dafür wurden weltweit erfolgreich Expertinnen und Experten rekrutiert. „Wir bauen im Zentrum auf internationale Vorarbeiten auf und wir sehen fast wöchentlich Entwicklungen in die richtige Richtung.“
Wenn Dimitrios Mougiakakos nicht gerade forscht oder auf Kongressen Wissen transferiert, tobt er mit seinen drei kleinen Kindern gern auf dem Spielplatz im Rotehornpark herum. „Für Familien ist Magdeburg eine tolle Stadt. Sie ist übersichtlich, nicht zu klein und wunderbar grün. Und die Kinderbetreuung ist super.“ Und beim Schwärmen über die Familien- und Kinderfreundlichkeit Magdeburgs fällt ihm auch gleich eine Anekdote ein. „Wir waren neulich im Leipziger Zoo und mein fünfjähriger Sohn stellte sich dort mit den Worten vor: Hallo, ich bin ein Magdeburger Junge und besuche den Leipziger Zoo.“ Gibt es da noch Zweifel am Magdeburger Zuhause? „Nein. Magdeburg war der richtige Schritt. Mir ist diese Stadt zu jeder Zeit als sehr weltoffen begegnet, beruflich wie privat. Und meine Jungs haben alle ein FCM-Shirt im Schrank. Ich denke, das sagt alles.“