Magdeburg ist eine Stadt, die Menschen aus aller Welt willkommen heißt. Für Herman Mensink und Hardy Puls ist genau das nicht nur persönliches Gefühl, sondern auch berufliche Erfahrung. Gemeinsam arbeiten sie bei der Magdeburg Marketing Kongress und Tourismus GmbH daran, die Landeshauptstadt nach außen zu präsentieren und sie als offenen, lebendigen Ort weiterzuentwickeln. Trotz unterschiedlicher Lebenswege gehören sie mittlerweile zu den überzeugendsten Botschaftern der Ottostadt.
Für Herman Mensink begann die Verbindung zu Magdeburg vor mehr als drei Jahrzehnten. Der gebürtige Niederländer arbeitete zunächst als Reiseleiter im Mittelmeerraum und in der Karibik. Auf Mallorca lernte er seine Frau kennen – eine Reiseleiterkollegin und eine Magdeburgerin. Aus dieser Begegnung entstand nicht nur eine Familie, sondern auch eine enge Verbindung zur Stadt an der Elbe.
Seit Ende der 1990er Jahre lebt er hier und Magdeburg ist längst zu seiner neuen Heimat geworden. „Es gibt einen Point of no Return – und den habe ich sehr weit überschritten“, sagt er mit einem Lächeln.
Dass er geblieben ist, war eine bewusste Entscheidung. Nach beruflichen Stationen in verschiedenen Branchen und vielen Reisen entdeckte er immer mehr, was die Stadt ausmacht: ihre Geschichte, ihre Menschen und ihre Entwicklung. Heute vermarktet er Magdeburg international und führt Gäste durch die Stadt. „Die Menschen spüren, dass ich das, was ich hier tue, wirklich liebe“, erzählt er mit großer Begeisterung. Seine Leidenschaft ist dabei nicht nur ansteckend, sondern sein besonderer Akzent oft auch der beste Gesprächseinstieg.
Auch Hardy Puls beobachtet seit vielen Jahren, wie sich Magdeburg verändert. Besonders im Tourismus ist diese Entwicklung deutlich sichtbar. Nach Jahren kontinuierlichen Wachstums erholt sich die Branche auch nach der Pandemie erfolgreich. Vor allem der Anteil internationaler Gäste steigt dabei stetig. „Magdeburg wird international immer stärker wahrgenommen“, sagt er. Besucher aus den Niederlanden, Dänemark, Polen oder sogar den USA entdecken die Stadt zunehmend für sich.
Dabei sind es ganz unterschiedliche Facetten, die Menschen nach Magdeburg führen: die Geschichte des Doms, das Magdeburger Recht, die Festungsgeschichte oder das Hundertwasserhaus. Gerade diese Vielfalt macht die Stadt so attraktiv. Herman Mensink bringt es auf den Punkt: „Magdeburg und Sachsen-Anhalt sind der meist unterschätzte Ort der Welt.“
Weltoffenheit ist für beide nicht nur ein Schlagwort, sondern eine Grundhaltung. Hardy Puls sieht darin einen entscheidenden Erfolgsfaktor – für den Tourismus ebenso wie für die Zukunft der Stadt: „Der Tourismus ist darauf angewiesen, dass wir Weltoffenheit und Toleranz leben.“ In seiner Wahrnehmung hat Magdeburg in den vergangenen Jahren einen bemerkenswerten Entwicklungsprozess durchlaufen. „Ich finde, dieser Blick über den Tellerrand, die Offenheit anderen Menschen gegenüber, ist deutlich gewachsen.“
Auch für Herman Mensink ist Weltoffenheit keine abstrakte Idee, sondern gelebter Alltag. Als Gästeführer und Touristiker erlebt er immer wieder, wie Begegnungen Vorurteile abbauen und den Horizont erweitern.
Internationale Mitarbeitende sind gerade im Gastgewerbe längst unverzichtbar und sie bereichern die Gemeinschaft mit neuen Perspektiven, Erfahrungen und Ideen. „Sie bringen von sich aus Weltoffenheit, Veränderungsbereitschaft und großes Sprachinteresse mit“, so Hardy Puls.
Herman Mensink sieht darin eine große Chance – für die Stadt und für ihre Menschen. „Tourismus baut Brücken“, sagt er. Genau diese Brücken zwischen Herkunft und Heimat, zwischen Gästen und Gastgebern, zwischen Vergangenheit und Zukunft braucht eine moderne Stadtgesellschaft. Für beide steht fest: Magdeburg ist eine Stadt, die ihre Geschichte kennt, die Vielfalt lebt und Menschen aus aller Welt einlädt, Teil ihrer Zukunft zu werden.